Das Filmprogramm der 26. Filmkunstmesse Leipzig

Von den Preisträgern der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes bis zu einem Kunstprojekt zum Kapitalismus – die 26. Filmkunstmesse bildet mit 90 Filmen, die in den nächsten Monaten ihren Kinostart feiern werden, die ganze Bandbreite des aktuellen Arthousemarktes ab.

Mit Spannung erwartet werden unter anderem die neuen Filme von Danny Boyle (INK, STUDIOCANAL), Fatih Akin (GEISTER, Warner), Martin McDonagh (WILD HORSE NINE, Disney), Wim Wenders (ZUMTHOR (AT), DCM), Petra Volpe (FRANK & LOUIS, Constantin), Andreas Dresen (ALTE LIEBE, Pandora), Ulrike Ottinger (DIE BLUTGRÄFIN, Neue Visionen), Asghar Farhadi (PARALLELE LEBEN, STUDIOCANAL) und Ira Sachs (THE MAN I LOVE, Piffl Medien), Anton Corbijn (EIN TALENT FÜRS MORDEN, Tobis), Rodrigo Sorogoyen (THE BELOVED (AT), Alamode), Peter Farrelly (I PLAY ROCKY, Leonine) und dem Regieduo Olivier Nakache und Éric Toledano (NUR GETRÄUMT, Weltkino).

Vom Filmfestival in Cannes sind insgesamt 17 Titel zu sehen, darunter auch der Gewinner der Goldenen Palme FJORD (Alamode) von Cristian Mungiu und der Eröffnungsfilm DIE ELEKTRISIERENDE VENUS (AT) (24 Bilder). LA BOLA NEGRA (Pandora) von Javier Calvo und Javier Ambrossi erhielt den Preis für die Beste Regie, der Große Preis der Jury ging an MINOTAURUS (MUBI) von Andrey Zvyagintsev, und die beiden Hauptdarsteller von Lukas Dhonts COWARD (MUBI) erhielten gemeinsam den Darstellerpreis. LA GRADIVA (Grandfilm) von Marine Atlan gewann in der Sektion „Semaine de la critique“, und REHEARSALS FOR A REVOLUTION – FRAGMENTE DER FREIHEIT (Luftkind) wurde mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Das deutsche Kino präsentiert sich unter anderem Helena Hufnagels LIEBLINGSMENSCHEN – DIE AUSSERGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT VON AGNES UND AMIR (X Verleih) mit Katharina Thalbach und Bardo Böhlefeld, Aaron Lehmans LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER (Tobis), Tom Schreibers SCHÖNE SEELEN (Camino) mit August Diehl und Josef Hader, Shahrbanoo Sadats Berlinale-Eröffnungsfilm NO GOOD MEN (AT) (Weltkino), Jens Meurers BIERMANN (Majestic) und Jelena Ilićs vielfach ausgezeichnetem Dokumentarfilm über ihren Vater, EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT (mindjazz). Weitere Dokus widmen sich dem Arbeitskampf von Lkw-Fahrern (DRIVING EUROPE, CineGlobal), der Beschäftigung mit dem Tod (STERBEN FÜR ANFÄNGER (AT), Alpenrepublik) und der legendären Kamera in Reiner Holzemers LEICA – EIN JAHRHUNDERT IN BILDERN (Rise and Shine).

Zu den vielversprechenden Newcomer*innen, die auf der Filmkunstmesse zu entdecken sind, gehören die Cannes-Gäste Jordan Firstman (CLUB KID, DCM) und Eivind Landsvik (LOW EXPECTATIONS, Pandora), aber auch Jannis Lenz, der sein Debüt OASE (mindjazz) in Venedig präsentierte, und Louis Paxton, dessen THE INCOMER (Universal) auf dem Sundance Festival 2026 mit dem „Next Innovation“ Award ausgezeichnet wurde. Tina Romero, Tochter des legendären Horrorregisseurs George A. Romero, ist mit der Komödie QUEENS OF THE DEAD (Filmperlen) dabei. Ina Balon, langjährige Assistentin von Dominik Graf, ist mit PLAN F (UCM.ONE) ins Regiefach gewechselt, und Ian de la Rosas IVÁN & HADOUM (Port au Prince) erhielt in diesem Jahr auf der Berlinale den Teddy Award. Ebenfalls auf der Berlinale Premiere feierte ÁRRU (Filmwelt), der erste Spielfilm der samischen Choreografin und Regisseurin Elle Sofe Sara.

Mit sechs Animationsfilmen – drei für junge Leute und drei für Erwachsene – ist das Genre so präsent wie nie zuvor. Die Highlights für Erwachsene sind dabei der Annecy-Gewinner IRON BOY (Neue Visionen) von Louis Clichy, die Graphic-Novel-Verfilmung TANGLES – DURCHEINANDER (Piffl Medien) von Leah Nelson und unser Midnight Special JIM QUEEN (capelight) von Nicolas Athane und Marco Nguyen – die alle ihre Premiere in Cannes feierten.

Und sonst? Der Familienfilm GOHAN – DREI LEBEN AUF VIER PFOTEN (Splendid) folgt dem Lebensweg eines Hundes über knapp zweieinhalb Stunden, Fred Cavayé hat einen neuen Versuch unternommen, LES MISÉRABLES (STUDIOCANAL) zu verfilmen, Olivia Colman ist in gleich zwei Filmen vertreten – JIMPA (AT) (Weltkino) und WICKER (Leonine) – und von Julian Rosefeldt, dem Künstler hinter MANIFESTO, gibt es eine neue Installation. Der Film zum Kunstwerk EUPHORIA (Film Kino Text) ist in einer Sondervorführung zu sehen.

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